Herzlich willkommen ...

Wir möchten Sie herzlich einladen, sich hier mit unseren Ideen für eine machbare, nachhaltige und zugleich echt sozialdemokratische Politik für Hessen vertraut zu machen. Der Seeheimer Kreis in der SPD Hessen tritt ein für eine Politik, die unveräußerliche sozialdemokratische Werte mit pragmatischem, ergebnisorientiertem Handeln in Einklang bringt.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Seeheimer Hessen

Wir über uns

Sprecherkreis der „Seeheimer Hessen“

Die Seeheimer Hessen sind eine Gruppe pragmatischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die sich im Jahre 2009 zusammengefunden haben. Geleitet wird die Gruppe von einem fünfköpfigen Sprecherkreis.
Seeheimer Hessen
Darmstädter Straße 29
64521 Groß-Gerau

Geschäftsstelle
Frau Nuray Iren
Mo.: 09:00-12:00 Uhr / Mi.: 15:00-17:00 Uhr / Fr.: 10:00-12:00 Uhr
Tel. 06152-8048-18 – Fax. 06152-8048-41

Veranstaltungen

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Pressemitteilungen

Zum Tode von Wolfgang Clement

Einen Nachruf auf Wolfgang Clement zu schreiben ist für einen Sozialdemokraten nicht leicht, haben sich SPD und Wolfgang Clement doch so entfremdet, dass dieser sein 1970 erworbenes Parteibuch nach 38 Jahren Mitgliedschaft zurückgab.

In diesen 38 Jahren hat der „Sozialdemokrat (am Ende) ohne Parteibuch“ sozialdemokratische Politik erfolgreich gestaltet, als Ministerpräsident von Nordrhein – Westfalen und als Superminister für Arbeit und Wirtschaft unter Bundeskanzler Gerhard Schröder. Mit seinem Wirken sind die Hartz – Reformen untrennbar verbunden. Für die einen ein wichtiger Beitrag zur Rettung des Wirtschaftsstandortes Deutschland ,waren die neuen Regelungen  für  andere der soziale Kahlschlag schlechthin. Auf jeden Fall kumuliert sich hier die Tragik der Sozialdemokratie, die auch die Tragik des politischen Lebens von Wolfgang Clement ist.

Wolfgang Clement, geboren 1940 in sogenannten „kleinen Verhältnissen“ war ein typisches Aufsteigerkind der Nachkriegszeit und damit auch ein Vertreter der SPD, die es so jedenfalls in weiten Teilen nicht mehr gibt. „Eine ungrüne Fortschrittspartei, die an die Industrie glaubte, die Atomkraft und die Gentechnik und überhaupt die technische Innovation. Und eine Sozialpartei, die Leistungen nicht bedingungslos verteilte und Sozialpolitik sozusagen „nachsorgend“ betrieb, (nicht) als Reparaturwerkstatt, sondern die soziales Geld an die Leistung der Arbeit koppelte“, so beschreibt es der Autor Ulrich Reitz. Was nicht heißt, dass es die Leute nicht mehr gibt, die diese Überzeugungen haben – sie finden nur in der SPD immer weniger Ankerpunkte.

Denn die Gegenspieler von einem Politiker wie Wolfgang Clement waren weniger die damals etablierten Parteien CDU und FDP, sondern die sich gerade neu gründenden Grünen. Mit ihrer Lebensphilosophie und Denkweise konnte er nichts anfangen und da es gerade auf der politischen Linken häufig um „alles oder nichts“ geht, gab es auch wenige, die versuchten, hier Brücken zu bauen.

Die Auseinandersetzungen um die Hartz – IV Gesetze verdeutlichten das in drastischer Weise. Wolfgang Clement , der Macher, war von der Richtigkeit des Konzeptes überzeugt, übersah aber, dass eine derart einschneidende Änderung der Philosophie der sozialen Sicherung anders und umfassender kommuniziert werden muss als es er selbst und der „Basta“ – Kanzler Schröder dann am Ende getan hatte.  Und seine Gegner waren nicht bereit, anzuerkennen, welche Probleme mit den Hartz – Reformen gelöst werden mussten und hatten dem außer „das muss weg“ wenig entgegenzusetzen. Diese Sprachlosigkeit zwischen den „Lagern“ führte dazu, dass keiner über Verbesserungen und Kompromisse nachdachte, sondern es in einem für die SPD zermürbendem Abnutzungskampf auslief. Das verfestigte sicher auch in der Entscheidung, den einstigen Superminister bei weiteren Planungen nicht mehr zu berücksichtigen, ohne mit ihm diese Entscheidungen angemessen zu besprechen. Hier offenbart sich die weitere Schwäche der SPD im Umgang mit den Genossen: die Partei der Solidarität hinterlässt  oft nur Verlierer auf dem politischen Parkett.

Wolfgang Clement hat aus dieser Entwicklung die Konsequenz gezogen, die SPD nach langen Jahren der Mitgliedschaft zu verlassen – aus seiner Sicht folgerichtig. Aber dies ändert nichts daran, dass er am Ende auf ein erfülltes Politikerleben als Sozialdemokrat zurückblicken konnte. Für die SPD bleib die Erkenntnis, dass es ohne Politiker vom Schlage Wolfgang Clements keine Volkspartei gibt, dass es  auch die Macher braucht, diejenigen, die an den Fortschritt glauben und Leistung bringen und einfordern. Es braucht aber auch  – und das konnte Wolfang Clement dann nicht sein – Brückenbauer, die in der Lage sind, diese ursozialdemokratische Haltung mit dem Lebensgefühl der jüngeren Generation zu verknüpfen. Dies ist auch die Haltung, auf das sozialdemokratische Leben von Wolfgang Clement zurückzublicken – als einen wichtigen Repräsentanten der Sozialdemokratie.

Zum Tode von Dr. Hans-Jochen Vogel

Seeheimer Oberbayern verneigen sich vor seinem Lebenswerk und betrauern den Verlust eines Freundes, Ideengebers und Vorbilds

Die Seeheimer Oberbayern verlieren mit Hans-Jochen Vogel einen ihrer Gründer. Die SPD verliert ihre vielleicht letzte große moralische Instanz. Hans-Jochen Vogel hat sozialdemokratische Werte stets nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt. Gelernt hat er das unter anderem bei einem seiner Ziehväter, dem sozialdemokratischen bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner in den Jahren 1954 bis 1957. Für ihn bereinigte der Prädikatsjurist Vogel die bayerische Gesetzessammlung. Bald (1960) sollte er Münchens Oberbürgermeister werden und die Stadt in die Moderne führen.

1969 gründete Hans-Jochen Vogel zusammen mit Jürgen Maruhn in München einen Gesprächskreis, der später Maruhn-Kreis hieß und aus dem schließlich die Seeheimer Oberbayern hervorgingen. Sie waren der pragmatische Gegenentwurf zur linksideologischen Marxisten- und Juso-Bewegung, die sich damals – nicht nur - in München verbreitete und schließlich dazu führte, dass Hans-Jochen Vogel 1972 nicht wieder als Oberbürgermeister in München kandidierte und frustriert in die Bundespolitik nach Bonn wechselte.

In seiner Zeit als Oberbürgermeister leitete er den Bau der U-Bahn ein, stieß die Schaffung unzähliger bezahlbarer Mietwohnungen an und holte die Olympischen Spiele 1972 nach München. Bis heute gehen viele Errungenschaften der Stadt auf seine Planungen und Entscheidungen zurück. Er war stets von Faktenwissen, Bodenständigkeit und dem Wohle der Menschen geleitet, Ideologie und Populismus waren ihm ein Graus. Wo Konservative oder Salonsozialisten mit Dienstwagen fuhren, nutzte er die Straßenbahn.

Mit seiner Mischung aus konservativen Werten und fortschrittlicher, sozialer Politik kämpfte er nach seiner Münchner Zeit in Bonn zuerst als Bau- und später als Justizminister – unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt - für lebendige Innenstädte, bezahlbaren Wohnraum und dem Primat des Gesetzes.

Hans-Jochen Vogel war in den Jahren 1972 bis 1974 auch einer der Initiatoren und „Treiber“ (neben vielen anderen) der Zusammenführung von pragmatischen und an der Sachpolitik orientierten Kreisen innerhalb der SPD und der Bundestagsfraktion (zB Lahnsteiner Kreis, Kanalarbeiter, Metzger-Kreis, Linke Mitte und andere) zu einer „organisiertem Gegengemacht“ gegen den schon spürbaren Linkskurs in der SPD. Die „Seeheimer“ waren somit aus der Taufe gehoben und trafen sich fortan regelmäßig in Seeheim an der Bergstraße.

Als er nach dem erfolgreichen Misstrauensvotum der CDU/CSU gegen Helmut Schmidt bei der vorgezogenen Neuwahl 1983 gegen Helmut Kohl antrat, blieb ihm der verdiente Erfolg leider verwehrt; er erreichte dennoch für die Sozialdemokratie 38,2%(!) der Stimmen.

Mit seiner sachlichen, pragmatischen, an den Menschen orientierten und immer bescheidenen, manchmal etwas belehrenden und hartnäckigen Art Politik zu machen, war er Vorbild für Generationen in der SPD. Er wird unserer Partei fehlen, gerade in der heutigen Zeit, wo schrille, populistische Töne, Ideologien und moralisierende Identitätspolitik an die Stelle von Fakten und pragmatischen Lösungen treten. Manch einer, der heute aktiv in der Politik ist, täte gut daran, sich nicht nur am heutigen Tage sondern darüber hinaus an das Wirken von Hans-Jochen Vogel zu erinnern.

Seeheimer Oberbayern Sprecherkreis:
Robert Hagen | Dr. Fabian Winter | Georg Seidl | Dr. Ludwig Hoegner

Solidarität und Unterstützung für Beschäftigte LSG Sky Chefs

Der Sprecherkreis der Seeheimer Hessen unterstützt das Anliegen der LSG Beschäftigten, weiterhin im Lufthansa Konzern zu verbleiben. Der Frankfurter Flughafen steht als größte Arbeitsstätte in Deutschland auch für gute Arbeit – gerade in den Bereichen, in denen nicht so viel verdient wird. Die Beschäftigten in der Dienstleistung (wie die LSG) stehen unter einem besonderen Druck – gerade deshalb ist es wichtig, dass sie in einem Konzernverbund bleiben,  der gute Standards der Beschäftigung absichert und zeigt: Wettbewerbsfähigkeit kann auch gute Arbeit heißen.

Aktuelle Resolution der AGS Hessen-Süd (16.01.2019) für ein zweites Brexit Votum

Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD vom 16.01.2019 für ein zweites Brexit Votum.

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